Schlemmerbuffet selbst gezaubert
Glück auf Rezept: frisch und auch vegan
Im LWL-Wohnhaus in Büren lernen Menschen mit psychischen Erkrankungen möglichst ein eigenständiges Leben zu führen. Dazu gehört auch eine gesunde Lebensweise mit Rücksicht auf Natur und Umwelt. Leiterin Kathrin Rittmeier sagt: „Zur Inklusion gehört es auch, sich Gedanken um den eigenen biologischen Fußabdruck zu machen. Das beginnt mit dem Essen. Wir erklären den Bewohnerinnen und Bewohnern genau die Zusammenhänge zwischen Kühen, klimaschädlichen Methangas und den Konsum von Fleisch. Oder die Problematik mit dem Flugobst und -gemüse.“ Aufklärungsarbeit, die – wenn das Krankheitsbild es zulässt – angenommen wird und zum Nachdenken anregt.
Bereits seitdem Einzug 2021 sind Teile des Gartens Nutzfläche. In der Arbeitsförderstätte haben die Bewohnerinnen und Bewohner alte Paletten gereinigt und aus ihnen ein Hochbeet gebaut. Seit fünf Jahren leistet das Hochbeet hervorragende Dienste. Im Moment werden Tomaten gezogen. In einem anderen Beet wachsen je nach Saison Küchenkräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin und Basilikum. „Noch sind die Tomaten grün. Aber alle freuen sich schon auf ein Brot mit frischen Tomaten“, so Rittmeier. „Essen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Wir möchten das Bewusstsein für gesundes und leckeres Essen wieder wecken.“
Beim gemeinsamen Sommerfest gibt es Fleisch in Maßen und nebenbei ganz viele Veggie-Angebote. Kathrin Rittmeier betont: „Psychiatrie ist auch immer ein Spiegel der Gesellschaft. Vegetarisch und vegan liegen im Trend. Auch bei uns im Haus. Gerade junge Menschen machen sich viele Gedanken über Klima- und Umweltschutz.“ Andrea Engelmann, Leiterin des Marsberger LWL-Wohnverbundes beobachtet dieses wachsende Bewusstsein für Lebensmittel auch in anderen Wohngemeinschaften: „Hochbeete oder andere Beete bereiten einfach viel Freude.“